»nocturnal flowers«

 

Samstag, 21. März 2020, 20 Uhr, Nazarethkirche

Das Spirituelle in der zeitgenössischen Musik – renommierte Ton- und Klangkünstler treffen sich zu einer Nacht der Neuen Musik in der Münchner Nazarethkirche.

nocturnal flowers – Gewächse, die sich nur in der Zeit zwischen den Dämmerungen von Abend und Morgen öffnen. Sie entfalten sich nicht in der Helle des Tages. Nur der dunklen Klarheit der Nacht enthüllen sie ihre Farben und ihren Duft. Ihre Stille lässt uns lauschen, ihre Ruhe befreit unseren Geist. Auch die Kunstmusik unserer Tage lebt im Freien und in der Offenheit. An einem Ort der Einkehr, zwischen archaischen Kirchenmauern, verbindet sie sich mit unserem Gestern. Im Kerzenlicht blühen die Klänge, die am Tage nicht zum Vorschein kommen. Streicher, Gitarristen, Elektroniker, Tasten- und Blasinstrumentalisten erfüllen den Raum mit dem Spektrum ihrer Klangfarben.

Das Konzert im Rahmen von nazareth.projekt wird zu gleichen Teilen vom Werk Münchner Komponisten bestimmt wie von aus dem Moment geschöpften Improvisationen. Die halbstündigen Beiträge von Brigitte Helbig (Klavier), Adrian (Pereyra), Udo Schindler (Blasinstrumente) und Christian Seidler (Orgel, Elektronik) sowie dem Zentaur-Streichquartett münden in der Uraufführung des "Ave maris stella" von Christian Seidler für Ensemble, Elektronik und Orgel. Das Sinnfeld des uralten Hymnus vom fernen Meeressternes erstreckt sich von den subtilen körperlichen Schönheiten der christlichen Kultur über die Absurdität der Seenot in unseren Tagen bis zur Figur der Nachtblüte, die ihn mit der ganzen Nachtmusik verbindet.

Vor Beginn des Konzertes (19 Uhr) bieten die Künstler/innen interessierten Gästen eine Einführung in ihre Stücke und darin, wie die Musik des 20. und 21. Jahrhunderts zu verstehen und zu genießen ist.

Der Eintritt ist frei, um allen Hörerinnen und Hörern die Teilnahme zu ermöglichen. Spenden kommen zu gleichen Teilen der Unkostendeckung sowie dem Erhalt der Kirche und dem Projekt des Ausbaus der Orgel für zeitgenössische Musik zugute.

 

Bild von Eugenio Cuppone auf Pixabay